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Bodh
Gaya ist ein kleiner Ort im indischen Bundesstaat Bihar. Es ist die
wichtigste Pilgerstätte für Buddhisten aus aller Welt. Noch heute steht
hier ein Ableger von dem Bodhibaum, unter dem der Buddha vor 2500 Jahren
Erleuchtung erlangte. Neben dem historischen Mahabodhi-Tempel wurden
zahlreiche prachtvolle Tempel, Klöster und Repräsentationsbauten
buddhistischer Traditionen und Schulen aus aller Welt errichtet.
Hunderttausende Pilger kommen in der Saison zwischen
Oktober und März jedes Jahr aus aller Welt und beten für inneren und
äußeren Frieden.
Und das mitten in einem Teil von Indien, in dem
viele Menschen noch in unvorstellbarer Armut leben. Es ist weniger
geworden. Ich bereise diese Region seit 30 Jahren.
Aber es ist mir mittlerweile unerträglich geworden,
diese Diskrepanz der goldenen buddhistischen Tempel und der immer noch
herrschenden Armut eines nicht zu übersehenden Teils der indischen
Lokalbevölkerung zu sehen.
Und als praktizierender Buddhist schäme ich mich für
diese Zustände an so einem heiligen Ort.
Es ist einer so bedeutenden Stelle des Buddhismus
unwürdig, dass es soviel Armut gibt. Und wenn sich die Gesellschaft und
der Staat nicht ausreichend kümmern, so sollten es gerade dort die
Buddhisten tun.
Es gibt natürlich tolle soziale Projekte, vor allem
im schulischen Bereich. Und es werden natürlich immer wieder temporäre
Ausspeisungen organisiert, so wie auch jetzt beim Kagyu Mönlam in Bodh
Gaya, wo an die 500 Menschen täglich zu einer Ausspeisung gekommen sind (siehe
meine Fotos).
Aber für viele Menschen gibt es kein dauerhaftes
soziales Auffangnetz. Vor allem die Alten, die keine Familienangehörigen
mehr haben, landen auf der Straße, wo sie auch elend sterben.
Es
ist die eigene Hilflosigkeit, die einen überfällt, wenn man mit diesen
Menschen und Schicksalen konfrontiert ist. Man kann sich einem einzelnen
Bettler nicht offen großzügig erweisen, schon gar nicht, wenn man erst
angekommen ist. Man würde für den Rest der Zeit von zu vielen Bettlern
belagert werden und könnte sich nicht mehr ungehindert im Ort bewegen.
So ist das Ignorieren eine Methode zum Selbstschutz
vor der Auseinandersetzung mit einer Welt, die Abgründe auftut, deren man
allein wohl nicht gewachsen ist. So geht es mir jedenfalls.
So hab ich eine Idee:
Alle in Bodh Gaya vertretenen buddhistischen Schulen
könnten gemeinsam ein Projekt ermöglichen, das dazu dient den Ärmsten der
Armen zu helfen.
Ein Armenhaus mit Küche, Krankenstation, Hospiz und
Notschlafstellen wäre schon ein Anfang. Man könnte eine Plattform gründen,
die erstmal beginnt, dieses Projekt vor Ort bekannt zu machen, Wege zur
Umsetzung zu finden. Ich gehe davon aus, dass man viele offene Türen
findet und man auf viel Bereitschaft stoßen wird, diese Zustände zu ändern.
Wichtig dabei scheint mir, dass so ein Projekt
gemeinsam von allen buddhistischen Traditionen getragen wird. Aufgrund
dieser Gemeinsamkeit, kann man eine weltweite Kampagne starten, die
vermutlich genügend finanzielle Mittel für so ein Projekt bringen kann.
Und es könnte neben einheimischen Betreuern von Freiwilligen Helfern aus
aller Welt betreut werden.
Diese Zeilen sollen ein erster Schritt sein und ich
bin für Anregungen offen.
In folgenden Schritten könnte es zu einer
Verwirklichung kommen:
-
·
Gründung eines Arbeitskreises mit
Vertretern aus vielen buddhistischen Traditionen
-
·
Breite Bekanntmachung des Projekts, um
genügend Unterstützung zu bekommen
-
·
Partner vor Ort finden, die so ein Projekt
unterstützen würden
-
·
Rechtliche Grundlagen für den Kauf von
Land und Bau eines Armenhauses schaffen
-
·
Struktur für einen laufenden Betrieb
ausarbeiten
-
·
Finanzierungsplan erarbeiten
-
·
Kauf von Land, Bau des Armenhauses
-
·
Eröffnung und Betrieb bis der Tag kommt,
da man auch in Indien kein Armenhaus mehr benötigt
Es ist mir nicht leicht gefallen, diese Menschen in
ihrem Elend zu fotografieren. Die hier gezeigten Fotos dienen zur
Veranschaulichung der momentanen Zustände. Sie wurden Anfang 2011 gemacht.
Und ich möchte diese Bilder dazu verwenden,
Verbündete für meine Vision zu finden.
Also: Bitte meldet euch!
Thule G. Jug |
Bodh Gaya is a small town in the Indian state Bihar.
It is the worldwide most important Buddhist pilgrimage sight. The holy bodhi
tree there is still from a trunk of the origin bodhi tree, under which the
Buddha reached enlightenment 2500 years ago. Many magnificent temples,
monasteries and buildings of
representation were built by Buddhist schools and traditions from all over the
world around the Mahabodhi Temple in Bodh Gaya.
Hundred thousands of pilgrims come every year during the
season between October and March to pray for inner and outer peace.
All this in a part of India, where many people still live in
unimaginable poverty.
It is less as it used to be. I am visiting this region since
30 years now.
But it is unbearable to me meanwhile to see the gap between
the golden Buddhist temples and the poorness of quite a number of local Indian
citizens. And as a Buddhist practitioner I feel ashamed for this situation at
such a holy place.
The
poverty there is undeserving for such an important sight of Buddhism. And if the
society and the government does not take care properly, especially at that spot
the Buddhists should do it.
Of course, there are wonderful social projects in the area,
especially schools for children. And there is food given for the poor
temporarily, just like now at the previous Kagyu Monlam in Bodh Gaya, when about
500 people received food every day (see my photos).
But for many people there is no permanent social network.
Especially old people without any family members have to live and die on the
street.
One is helpless, when confronted with the destiny of these
people. One cannot be generous to a single beggar, especially after one has
arrived there. For the rest of the time one would always be surrounded by
beggars and it would be hard to move in Bodh Gaya.
So the ignorance is a method of self protection to avoid the
contact with a world, which would give insight to a state of suffering, which
one could not bare by oneself. This is how I feel.
So I have an idea:
All Buddhist schools represented in Bodh Gaya could together
enable a project to help the poorest of the poor.
A poor peoples home with kitchen,
first-aid ward, hospice and dormitories would be a
start for a change to the better. A committee could promote the idea at the spot
and find ways to realise it. I believe that one will find many open doors and
that there will be lot of positive respond to change this situation.
These
lines should be a first step and I am open for suggestions.
It seems important to me that such a project is carried out
by all Buddhist traditions together. Due to that commonness one could start a
worldwide campaign which would make it possible to get enough financial
recourses for the project. And beside the local staff, volunteers from all over
the world could participate in it.
A realisation of the project could be fulfilled in the
following steps:
-
Founding a platform with members of different Buddhist traditions
-
Find local supporters for the project.
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Prepare legal steps for buying land and building the poor peoples house.
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Working out a structure for the daily operation
-
Financial concept for buying the land, construction of the house and daily
operation
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Buying the land, building the poor peoples house
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Opening ceremony and operation of the poor peoples house until the day comes
it is not needed anymore.
It
was not easy for me to take the pictures of the people in their misery. The
photos shown here are to demonstrate the conditions right now. They were taken
in beginning 2011.
And I want to use the pictures to find allies for my vision.
So: Show up please!
Thule
G. Jug
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